Der Perlenmacher                                       

 

Zu einem der ältesten Handwerkern die sich für die Wikingerzeit nachweisen lassen gehört der Perlenmacher.Unser Ziel ist es eine, soweit es uns möglich ist, historisch korrekte Darstellung des Handwerkes. Dabei gibt es immer wieder Schwierigkeiten die es zu überwinden gilt, angefangen beim Grundmaterial dem Glas. Zu Zeiten der Wikinger wurde der Grossteil des Glases aus Nord-Italien im Form von Mosaiksteinen impotiert, eine Hochburg der Mosaikherstellung war in Ravena, hier wurden Mosaiksteine in grosser Zahl hergestellt und als Kirchendekor verwendet. Ausser Mosaiken in unterschiedlichen Farben bezog man auch grössere Klumpen von Rohglas, wobei blaue Färbungen überwogen. Wir benutzen für die Darbietungen mungeblasenes Glas, dass wir in kleine Stücke schneiden damit es sich besser verarbeiten lässt.

Bild oben: mein Arbeitsplatz

Das nächste Problem stellt der Arbeitsplatz dar. In den alten Handelsstädten Ribe und Birka wurden die Überreste der Werkstätten gefunden, besser gesagt was davon übrig ist. Man kann nicht genau sagen wie die Perlendreher gearbeitet haben. Benutzten sie eine einfache Feuerstellen, einen Ofen oder wurde über eine art Vulkahn gearbeitet? Letzteres verwenden wir, da wir hiermit bis jetzt den grössten Erfolg hatten. Bis jetzt konnten wir auf Veranstaltungen schon einige verschiedener Perlen fertigen, dies sind einfache einfarbige Glasperlen, Reticella- Perlen, Melonenförmige Perlen und Perlen mit einfachen Streifen oder Zickzack Mustern.

Bild oben aufgenommen in Adventon 2010

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